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Thailand: Geld, Bezahlen & SIM-Karte – das solltest du wissen

  • reisenmitbenni
  • vor 2 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Wie bezahle ich in Thailand am besten? Sollte ich Bargeld mitnehmen oder vor Ort abheben? Und lohnt sich eine SIM-Karte am Flughafen oder ist eine eSIM die bessere Wahl?

Diese Fragen kommen spätestens bei der Reisevorbereitung auf. Aus meinen eigenen Thailand-Reisen hat sich für mich eine einfache Kombination bewährt: etwas Bargeld, mindestens eine Karte als Reserve und eine eSIM, die möglichst schon vor der Ankunft eingerichtet ist.


Bargeld oder Karte: Was braucht man in Thailand?


Obwohl Kartenzahlungen in Thailand immer häufiger möglich sind, solltest du nicht vollständig auf Bargeld verzichten. In Hotels, Einkaufszentren, größeren Restaurants und vielen touristischen Einrichtungen werden Visa und Mastercard normalerweise akzeptiert.

An Street-Food-Ständen, auf Märkten, in kleinen Restaurants, bei einigen Unterkünften oder für kleinere Fahrten wird dagegen häufig weiterhin Bargeld benötigt. Die in Thailand weitverbreiteten QR-Zahlungen sind für Reisende ebenfalls nicht immer nutzbar, da dafür häufig ein thailändisches Bankkonto erforderlich ist.

Ich habe daher immer beides dabei: Bargeld für den Alltag und eine Karte für größere Ausgaben oder als Reserve.


Geld wechseln: Meine Erfahrung mit SuperRich


Wenn du Euro in thailändische Baht wechseln möchtest, bekommst du in Thailand normalerweise einen besseren Kurs als beim Geldwechsel vor der Reise in Deutschland.

Meine bevorzugte Anlaufstelle ist SuperRich. Die Wechselstuben sind für ihre meist guten Kurse bekannt und an verschiedenen Stellen in Bangkok zu finden. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Vergleich, da sich Wechselkurse laufend ändern und auch zwischen einzelnen Filialen unterscheiden können.


Geld wechseln am Flughafen Bangkok


Am Flughafen Suvarnabhumi würde ich nicht direkt bei den ersten Wechselstuben auf der Ankunftsebene einen größeren Betrag tauschen. Meiner Erfahrung nach sind die dort angebotenen Kurse deutlich schlechter. Gehe stattdessen zur Ebene B1 und folge den Schildern zum Airport Rail Link. In diesem Bereich befinden sich mehrere Wechselstuben, darunter auch SuperRich. Durch die verschiedenen Anbieter lassen sich die angezeigten Kurse direkt miteinander vergleichen.

Falls du sofort Bargeld benötigst, kannst du dort zunächst einen kleineren Betrag wechseln und später in Bangkok noch einmal die aktuellen Kurse prüfen.

Nimm zum Geldwechsel deinen Reisepass mit. Er wird bei offiziellen Wechselstuben normalerweise zur Identifikation benötigt.


Geld am Automaten abheben


Geldautomaten findest du in Thailand nahezu überall: an Flughäfen, vor Einkaufszentren, bei Banken und häufig auch vor 7‑Eleven-Filialen. Abhebungen mit einer deutschen Visa- oder Mastercard sind grundsätzlich problemlos möglich.

Allerdings verlangen thailändische Banken bei ausländischen Karten eine zusätzliche Gebühr pro Abhebung. Dazu können Gebühren deiner eigenen Bank sowie Kosten für den Fremdwährungseinsatz kommen.

Die genaue Gebühr wird vor der endgültigen Bestätigung auf dem Bildschirm angezeigt. Prüfe sie deshalb jedes Mal, bevor du die Abhebung freigibst.


Die gelben Krungsri-Geldautomaten


Ich nutze bevorzugt die gelben Geldautomaten von Krungsri, der Bank of Ayudhya. Der Vorteil: An diesen Automaten können laut Bank bis zu 30.000 Baht in einem Vorgang abgehoben werden. Das tatsächliche Limit kann jedoch zusätzlich durch deine eigene Bank oder deine Karte begrenzt sein.

Durch den höheren Betrag sind weniger einzelne Abhebungen notwendig. Da die thailändische Automatengebühr pro Vorgang anfällt, kann man die Gesamtkosten dadurch reduzieren.


Gelber Geldautomat in einer Bankfiliale in Thailand

Wichtig: Seit dem 11. März 2026 berechnet Krungsri für eine Abhebung mit einer ausländischen Visa-Karte 250 Baht. Bei einer ausländischen Mastercard sind es sogar 350 Baht. Die früher häufig genannten 220 Baht sind deshalb nicht mehr allgemein aktuell.

Die gelben Automaten sind aufgrund des hohen Limits weiterhin praktisch, aber nicht automatisch für jede Karte die günstigste Möglichkeit. Lies die angezeigte Gebühr und vergleiche sie gegebenenfalls mit einem anderen Automaten.


Meine Tipps zum Geldabheben


  • Möglichst einen größeren Betrag statt vieler kleiner Summen abheben.

  • Das persönliche Tageslimit der eigenen Karte vor der Reise kontrollieren.

  • Wenn möglich, Automaten direkt bei einer Bankfiliale oder in einem Einkaufszentrum nutzen.

  • Die angezeigte Gebühr vor der Bestätigung prüfen.

  • PIN bei der Eingabe mit der Hand verdecken.

  • Mindestens eine zweite Karte getrennt von der Hauptkarte aufbewahren.


Am Automaten immer Thai Baht auswählen


Beim Geldabheben oder Bezahlen mit Karte kann dir angeboten werden, den Betrag direkt in Euro umzurechnen. Diese automatische Umrechnung wird als Dynamic Currency Conversion, kurz DCC, bezeichnet.

Die Anzeige in Euro wirkt zunächst übersichtlich, enthält aber häufig einen schlechteren Wechselkurs oder einen zusätzlichen Aufschlag.

Wähle deshalb immer die Abrechnung in der Landeswährung:

Thai Baht beziehungsweise THB

Am Geldautomaten können dafür Formulierungen wie „Without Conversion“, „Decline Conversion“ oder „Continue in THB“ erscheinen. Gemeint ist immer, dass deine eigene Bank oder dein Kartenanbieter die Umrechnung übernimmt.


Mit Karte bezahlen


Kartenzahlung funktioniert besonders gut in:

  • Hotels und größeren Unterkünften

  • Einkaufszentren und Supermärkten

  • größeren Restaurants

  • bekannten Geschäften

  • vielen touristischen Attraktionen

  • bei online gebuchten Ausflügen und Transfers

Bargeld solltest du trotzdem für Street Food, Nachtmärkte, kleinere Läden, Trinkgeld und spontane Ausgaben griffbereit haben. Praktisch sind dabei kleinere Scheine, da nicht jeder Stand einen großen 1.000-Baht-Schein wechseln kann.

Auch beim Bezahlen mit Karte gilt: Wenn du zwischen Euro und Baht wählen kannst, entscheide dich für Baht.


Welche SIM-Karte ist für Thailand sinnvoll?


Für mobiles Internet gibt es drei einfache Möglichkeiten:

1. eSIM vor der Reise einrichten

Eine eSIM ist für mich die bequemste Lösung. Du kannst sie bereits vor dem Abflug kaufen und auf einem kompatiblen Smartphone installieren. Nach der Landung musst du nur noch die richtige Datenleitung aktivieren und bist direkt online.

Das ist besonders praktisch für Google Maps, Grab, Hotelnachrichten oder die erste Orientierung am Flughafen.

Prüfe vor dem Kauf:

  • Unterstützt dein Smartphone eSIM?

  • Wie lange ist der Tarif gültig?

  • Wie viel Datenvolumen ist enthalten?

  • Beginnt die Laufzeit beim Kauf oder erst bei der ersten Verbindung?

  • Handelt es sich um einen reinen Datentarif oder ist eine thailändische Rufnummer enthalten?

Viele Reise-eSIMs bieten nur mobile Daten. Für WhatsApp, Navigation und die meisten Reise-Apps reicht das normalerweise aus.

Installiere die eSIM am besten noch zu Hause im WLAN. Aktivieren solltest du die mobile Datenverbindung jedoch erst bei der Ankunft. Bei deiner deutschen SIM bleibt das Datenroaming ausgeschaltet, damit keine unerwarteten Roamingkosten entstehen.


2. SIM-Karte am Flughafen kaufen


Am Flughafen findest du Schalter der großen thailändischen Anbieter wie AIS, True und dtac. Dort wird die SIM direkt eingerichtet und getestet.

Das ist unkompliziert, allerdings werden am Flughafen häufig spezielle Touristenpakete angeboten, die vergleichsweise teuer sein können. Du bezahlst hier vor allem für die sofortige Einrichtung und den Komfort.

Wenn dein Smartphone keine eSIM unterstützt und du direkt nach der Landung Internet benötigst, bleibt der Flughafenschalter trotzdem eine einfache Möglichkeit.


3. SIM-Karte bei 7‑Eleven oder in der Stadt kaufen


Eine physische SIM-Karte bekommst du häufig günstiger bei 7‑Eleven oder in einem offiziellen Shop des jeweiligen Mobilfunkanbieters.

Das Angebot unterscheidet sich allerdings je nach Filiale. Nicht jeder 7‑Eleven hat jederzeit passende Touristen-SIMs vorrätig, und die Unterstützung bei der Einrichtung kann unterschiedlich ausfallen.

Für die Registrierung einer thailändischen SIM-Karte wird ein gültiger Reisepass benötigt. Teilweise erfolgt zusätzlich eine Identitätsprüfung per Foto oder Gesichtserkennung.

Wenn du keinen Zeitdruck hast, kann der Kauf im 7‑Eleven oder in einem offiziellen Mobilfunkgeschäft trotzdem eine günstige Alternative zum Flughafen sein.


Meine persönliche Empfehlung


Ich richte am liebsten schon vor der Reise eine eSIM ein. So habe ich direkt nach der Landung Internet und muss mich am Flughafen nicht erst um eine SIM-Karte kümmern.

Beim Geld nutze ich eine Kombination aus mitgebrachten Euro und Karte. Am Flughafen Suvarnabhumi gehe ich zum Wechseln in das Untergeschoss beim Airport Rail Link und vergleiche dort die Kurse der Wechselstuben. SuperRich ist für mich dabei meistens die erste Anlaufstelle.

Wenn ich zusätzlich Bargeld abhebe, suche ich nach den gelben Krungsri-Automaten. Dort ist ein hoher Betrag pro Vorgang möglich. Wegen der 2026 geänderten Gebühren prüfe ich aber immer zuerst die Anzeige und bestätige nur, wenn Betrag und Kosten für mich passen.


Kurz zusammengefasst


  • Bargeld wird in Thailand weiterhin häufig benötigt.

  • Am Flughafen nicht vorschnell auf der Ankunftsebene wechseln.

  • Im Untergeschoss beim Airport Rail Link die Wechselkurse vergleichen.

  • SuperRich bietet häufig gute Kurse, aber ein Vergleich lohnt sich.

  • Die gelben Geldautomaten gehören zur Bank Krungsri.

  • Dort sind bis zu 30.000 Baht pro Vorgang möglich.

  • Automatengebühr und eigenes Kartenlimit vorher prüfen.

  • Bei Abhebungen und Kartenzahlungen immer Thai Baht auswählen.

  • Eine eSIM vor der Reise ist besonders bequem.

  • Physische SIM-Karten können bei 7‑Eleven oder in der Stadt günstiger sein.

  • Für eine thailändische SIM wird der Reisepass benötigt.


Stand: August 2026. Wechselkurse, Mobilfunktarife, Abhebelimits und Gebühren können sich kurzfristig ändern. Kontrolliere deshalb vor Ort immer die aktuell angezeigten Bedingungen.


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