Bamboo Tattoo in Thailand – meine persönliche Erfahrung
- reisenmitbenni
- vor 2 Stunden
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Meine Liebe zu Thailand geht inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. 2024 ließ ich mir in Bangkok mein erstes Sak Yant stechen. Im April 2025 folgte das zweite und im Januar 2026 schließlich das dritte. Alle drei Tattoos entstanden bei BT Tattoo Thailand in der Sukhumvit Soi 4 und wurden in traditioneller Handpoke-Technik gestochen – häufig auch als Bamboo Tattoo bezeichnet.
Für mich sind diese Tattoos viel mehr als Erinnerungen an eine Reise. Sie verbinden die traditionellen Bedeutungen der Motive mit meinen persönlichen Erlebnissen, den Begegnungen vor Ort und dem Gefühl, Thailand und den Menschen dort auf eine besondere Weise verbunden zu sein.
In diesem Beitrag erzähle ich, wie ich auf das Studio aufmerksam wurde, wie das Tätowieren und die Segnung abliefen, wie sich die Schmerzen im Vergleich zu einem Maschinentattoo anfühlten und welche Erfahrungen ich mit der Nachpflege und Heilung gemacht habe.
Was ist ein Sak Yant Tattoo?
Ein Sak Yant ist ein traditionelles Yantra-Tattoo. „Sak“ bedeutet tätowieren, während sich „Yant“ von Yantra ableitet – heiligen Mustern, die in Thailand mit buddhistischen, brahmanischen und animistischen Traditionen verbunden sind. Die Motive bestehen häufig aus geometrischen Formen, Tieren, Symbolen und Schriftzeichen. Je nach Motiv werden ihnen traditionell Eigenschaften wie Schutz, Stärke, Glück oder Autorität zugeschrieben.
Häufig wird diese Art des Tätowierens auch als Bamboo Tattoo bezeichnet. Anders als bei einem Maschinentattoo wird die Farbe dabei von Hand mit einzelnen, punktuellen Stichen in die Haut eingebracht. Trotz der Bezeichnung kommt heute nicht zwangsläufig Bambus zum Einsatz. Bei meinen drei Tattoos wurde mit einem langen Metallstab gearbeitet.
Ein traditionelles Sak Yant ist jedoch mehr als nur eine besondere Tätowiertechnik. Auch die Bedeutung des Motivs und die abschließende Segnung spielen eine wichtige Rolle. Bei allen drei Tattoos gehörte diese kurze Zeremonie für mich zu den eindrucksvollsten Momenten der gesamten Erfahrung.

Wie ich das Tattoo-Studio gefunden habe
Auf BT Tattoo Thailand in der Sukhumvit Soi 4 wurde ich durch Empfehlungen von Freunden aufmerksam. Den Termin vereinbarte ich ganz unkompliziert über Instagram. Nachdem ich meine gewünschte Größe beschrieben hatte, bekam ich bereits vorab einen ungefähren Preis genannt. Der endgültige Preis kann natürlich noch variieren, wenn man sich vor Ort für eine andere Größe entscheidet.
Im Studio selbst fühlte ich mich von Anfang an sehr gut aufgehoben. Meine Fragen wurden ausführlich beantwortet und vor dem Tätowieren wurde genau geprüft, ob Größe und Position für mich passen. Dabei wurde ich mehrmals gefragt, ob alles so in Ordnung ist oder ob ich das Motiv lieber etwas größer oder kleiner haben möchte.
Auch die Hygiene machte auf mich einen sehr guten Eindruck. Es wurde sauber und sorgfältig gearbeitet – teilweise sogar gewissenhafter, als ich es aus manchen Studios in Deutschland kenne. Nach dem Tätowieren wurde mir außerdem ausführlich erklärt, wie ich die Stelle in den folgenden Tagen pflegen sollte.
Meine drei Sak Yant Tattoos und ihre Bedeutung
Mein erstes Sak Yant ließ ich mir 2024 am oberen Rücken stechen. Das Motiv heißt Gao Yord und wird auch als „Neun Spitzen“ bezeichnet. Traditionell wird es mit Schutz vor Gefahren verbunden. Für mich markiert dieses Tattoo zugleich den Beginn einer ganz persönlichen Verbindung zwischen meinen Reisen nach Thailand und den Erinnerungen, die ich von dort mitnehme.
Im April 2025 kam mein zweites Sak Yant hinzu: Suea Koo, die zwei Tiger. Das Motiv steht traditionell für Stärke, Mut, Autorität und Schutz. Im Januar 2026 folgte schließlich mein drittes Sak Yant am Knie. Alle drei Tattoos besitzen ihre überlieferte Bedeutung – für mich persönlich stehen sie darüber hinaus für besondere Erlebnisse, Begegnungen vor Ort und meine Verbundenheit mit Thailand und den Menschen dort.

Wie schmerzhaft ist ein Bamboo Tattoo?
Wie schmerzhaft ein Sak Yant ist, hängt natürlich von der Körperstelle und vom persönlichen Schmerzempfinden ab. Mein erstes Tattoo am oberen Rücken empfand ich als mittelstark. Das zweite in der Rückenmitte war für mich deutlich unangenehmer. Beim dritten Tattoo am Knie wechselte die Intensität je nachdem, an welchem Bereich gerade gearbeitet wurde. Insgesamt lag es für mich ebenfalls im mittleren Bereich.
Auch das Gefühl beim Tätowieren unterscheidet sich für mich deutlich von einem Tattoo mit der Maschine. Bei der herkömmlichen Methode empfinde ich es eher als ziehend oder reißend. Die Handpoke-Technik fühlte sich dagegen punktueller und stechender an, da die Farbe mit einzelnen Stichen in die Haut eingebracht wird.
Trotzdem waren alle drei Tattoos für mich gut auszuhalten. Kurze Pausen wären jederzeit möglich gewesen, und während des Tätowierens wurde regelmäßig nachgefragt, ob alles in Ordnung ist.
Die Segnung – ein besonderer Moment
Nach dem Stechen war das Erlebnis für mich noch nicht vorbei. Zu jedem meiner Sak Yant Tattoos gehörte am Ende eine kurze Segnung. Gerade dieser zeremonielle Teil unterscheidet die Erfahrung für mich deutlich von einem gewöhnlichen Termin in einem Tattoo-Studio.
Die Segnung war für mich jedes Mal ein besonderer und sehr persönlicher Moment. Es fällt mir schwer, dieses Gefühl genau zu beschreiben – aber in diesem Augenblick fühlte sich einfach alles richtig an. Das Tattoo war dadurch für mich nicht nur ein neues Motiv auf der Haut, sondern wurde mit der gesamten Erfahrung und seiner Bedeutung verbunden.
Wenn ich meine Sak Yant Tattoos heute sehe, denke ich deshalb nicht nur an die Motive selbst. Sie erinnern mich auch an diese besonderen Augenblicke in Bangkok, an meine Reisen und an meine persönliche Verbundenheit mit Thailand.

Nachpflege und Heilung meiner Sak Yant Tattoos
Direkt nach dem Stechen wurde das Tattoo mit einer Kompresse und Folie abgedeckt. Nach ungefähr drei Stunden sollte ich beides entfernen und die tätowierte Stelle vorsichtig waschen.
In den ersten drei Tagen sollte ich bewusst keine Creme verwenden. Ab dem vierten Tag pflegte ich die Stelle einmal täglich dünn mit reinem Kokosöl, das ich direkt vom Studio mitbekommen hatte. Diese Nachpflege unterschied sich etwas von dem, was ich von meinen Maschinentattoos kannte.
Bei mir wirkte die Haut bereits nach wenigen Stunden erstaunlich ruhig und sah nicht mehr so frisch tätowiert aus. Auch der weitere Heilungsverlauf war bei allen drei Tattoos schnell und unkompliziert. Das ist allerdings meine persönliche Erfahrung und die Pflegeanweisung, die ich vom Studio erhalten habe. Je nach Haut, Tattoo und verwendeter Abdeckung können andere Empfehlungen gelten.

Mein persönliches Fazit
Nach drei Sak Yant Tattoos kann ich sagen, dass jeder dieser Termine für mich eine besondere Erfahrung war. Ich fühlte mich bei BT Tattoo Thailand jedes Mal gut aufgehoben, ausführlich beraten und während des gesamten Ablaufs ernst genommen. Auch die saubere Arbeitsweise und die verständliche Erklärung der Nachpflege haben bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.
Ein Sak Yant sollte für mich jedoch nicht nur wegen seiner besonderen Optik ausgewählt werden. Die traditionelle Bedeutung des Motivs, die Handpoke-Technik und die abschließende Segnung gehören zu der Erfahrung dazu. Deshalb würde ich mir vorab immer Zeit nehmen, mich über das Studio und das gewünschte Motiv zu informieren und offene Fragen direkt vor Ort zu klären.
Meine drei Sak Yant erinnern mich heute nicht nur an Bangkok. Jedes einzelne steht für eine bestimmte Reise, besondere Begegnungen und meine persönliche Verbundenheit mit Thailand. Genau das macht sie für mich so wertvoll.



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